Sonntag, 22. April 2018

Rurtalsperre

Rurtalsperre - Naturpark Eifel - Ardennen - Hohes Venn


Mittwoch der 18/04/2018, ich nutze die Vorteile des Rentnerdaseins und starte gegen 10:00 Uhr zu einer Tagestour. Geplant ( schwarze Linie ) sind 239 KM - es werden letztendlich, durch Sperrungen mit und ohne Umleitung 290 Km.



Kurz vor 10:00 Uhr bin ich draußen, das Thermometer ist schon bei 21° Celsius, Kameras und Navi montieren, alles mit Strom Versorgen und los geht es. Von Tongeren aus geht es nach Riemst und weiter nach Visè - Bernau und weiter nach Osten. Auf diesem Stück des Weges ereilt mich die erste Umleitung - die Maasbrücke am Sperrwerk ist dicht - Umleitung Fehlanzeige aber man hat ja Ortskenntnis.










 Je nachdem wo ich Richtung Osten hin will sind es immer wieder die gleichen Wege, nördlich durch die Niederlande oder wie heute durch die "Blauen Ardennen". In Visè geht es zweimal über die Maas, erst über die neue "künstliche" Maas dann über die originale. In Bernau geht es rechts ab, dann noch ein paar Meter bergauf und ich bin oben in den Ardenne Bleue .
Hier Ereilen mich nochmal zwei Baustellen, was zu kurzen "Rundfahrten" südlich der Hauptstrecke führt. Ich entschließe mich bis nach Aachen zu fahren, um dann dort Richtung Monschau abzubiegen.













Kurz hinter Aachen halte ich an um mein Navi wieder als solches zu verwenden. Als Ziel Rurtalsperre eingegeben und siehe da es geht. Ich soll links abbiegen Richtung Rott, weiter nach Lammersdorf und Schmidt. Ich bin an der Rurtalsperre






Auf dem Weg hierhin ist mir hinter Rott, an der Einmündung zur B399 ein besonderer Motorrad-fahrer aufgefallen ( nicht der auf dem Bild oben ). Mit hoher Geschwindigkeit aus Norden kommend bremste er heftig herunter, wendete im Einmündungsbereich um dann mit Vollgas und einem Wahnsinns Lärm in die gleiche Richtung wieder zu verschwinden. Bei solchen "Vollpfosten" muß sich der normale Mopedfahrer nicht über immer mehr Streckensperrungen wundern ( das mußte ich einfach mal loswerden ).
   
Zwischen meinem Parkplatz und dem Ufer liegt ein kleines Stück Wald, also bewege ich mich etwas zu Fuß und unterhalte mich mit einem Ehepaar welches mit dem Fahrrad unterwegs ist über meinen MP3. Als er mitbekommt, daß die MP3 mit der Zusatzbezeichnung "LT" mit Autoführerschein gefahren werden dürfen, kurzer Kommentar an seine Frau gerichtet - so was will ich haben. 

Ich nehme mein Navi und gebe als nächstes ziel Schmidt ein um dann von dort aus über die (eine der) Staumauer(ern) weiter in den Nationalpark Eifel  einzutauchen.








Ich fahre in einem weiten Bogen über Gemünd bis nach Einruhr. Hier passiert das unausweichliche, was mich jedes mal erwischt wenn ich in Deutschland bin. ehrlich ich kann nicht wirklich was dafür, daß ist wie eine sucht - ICH BRAUCHE EINE CURRYWURST, AM BESTEN EINE DOPPELTE 
( gibt es in der Form in Belgien nicht ). Also in Einruhr am Kiosk / Imbiß "Zur Brücke" angehalten und meine Sucht befriedigt. Da nach noch eine Zigarre und etwas an den Obersee. die Rurtalsperre ist in diesem Bereich Trinkwassergewinnungsanlage und somit für jeglichen Wassersport gesperrt.

Ich sage meinem Navi wie es weitergehen soll - südlich an Simmerath vorbei würde ich gerne wieder nach Belgien in die Ardennen / das Hohe Venn kommen. Da die "Straße" ( Highway to Hell ) von Monschau nach Eupen zum Glück gesperrt ist, geht es Mützenich, Küchelscheid ( Besonderheit - Enklave nur über Deutschland zu erreichen ) zurück nach Belgien. Auf dem Weg dorthin unterquere ich einmal und überquere die Vennbahn. Früher Bahnstrecke - heute Radfernweg.

















In Küchelscheid lege ich eine kurzen stopp ein,  die Temperatur ist mittlerweile auf sommerliche 28° Celsius geklettert, bevor es weitergeht. Vorbei am Signal de Botrange geht es weiter nach Eupen ( Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ).



Ab Eupen geht es dann die gewohnten Wege Richtung Heimat. Wobei ich in Henri-Chapelle rechts abbiege und vorbei an einem, der in Belgien zahlreichen Soldatenfriedhöfe - einem stummen Zeugen der zwei größten Katastrophen des letzten Jahrhunderts - um nach knapp acht Stunden durch "mein Stadttor" wieder zu Hause anzukommen.






Fazit

Ich weiß eigentlich gar nicht warum ich das immer wieder hier an diese Stelle setze - Fazit - es bedarf keines Fazits. Ich mache das weil es Spaß macht - Schluß Punkt aus. Ja, gut, noch etwas für Statistiker 






Hier noch das Video zur Tour






You don't stop riding when you get old
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